1. Gaston de Pawlowski

    Reise ins Land der vierten Dimension

    Cover newsletter

    Philosophische Spekulation und satirische Science-Fiction verschmelzen in Gaston de Pawlowskis 1912 erschienenem Roman Reise ins Land der vierten Dimension zu einer einzigartigen Zukunftsvision.

    Unerklärliche Ereignisse im Leben des namenlos bleibenden Erzählers offenbaren ihm schrittweise einen höheren Bewusstseinszustand, in dem Raum und Zeit aufgehoben sind: die vierte Dimension. Auf seiner Reise durch die Zukunft erlebt er seine eigene Gegenwart als das „Zeitalter des Leviathan“, in dem die Homogenisierung aller Menschen und Lebensbereiche das Zerrbild einer wahren Vereinigung der Geister hervorgebracht hat, besucht das „wissenschaftliche Zeitalter“ unter der Diktatur der Zwölf Absoluten Weisen, deren stets grotesk scheiternde Erfindungen die Grenzen des Materialismus aufzeigen, und gewährt dem Leser schließlich einen Ausblick auf die große idealistische Renaissance, das „Zeitalter des Goldenen Adlers“, in dem die vierte Dimension allen Menschen zugänglich geworden ist.

    Ob es sich um touristische Seelenwanderungen zwischen Körpern, eiserne Läuse, die Flugzeuge befallen, oder hypertrophe Riesenbakterien handelt: Schwarzer Humor und surreale Übersteigerung haben Pawlowskis futuristischen Phantasien eine überraschende Modernität verliehen. Die Allmacht der Wissenschaft, die Vereinigung von Mensch und Maschine, die mögliche Androgynisierung der Geschlechter und die allgemeine Vernetzung des Bewusstseins sind nur einige der aktuellen Fragen, die er vorausgeahnt hat.

    Von Marcel Duchamp gelesen und im selben Jahr wie Albert Gleizes' und Jean Metzingers Schrift Vom Kubismus veröffentlicht, ist Pawlowskis Werk nicht zuletzt ein wichtiges Dokument der Kunst- und Kulturgeschichte.

    Herausgeber: Maximilian Gilleßen, Anton Stuckardt
    Übersetzung: Maximilian Gilleßen
    Gestaltung: Anton Stuckardt, Rudy Guedj
    ISBN 978-3-945421-04-8
    25 euro

    Philosophische Spekulation und satirische Science-Fiction verschmelzen in Gaston de Pawlowskis 1912 erschienenem Roman Reise ins Land der vierten Dimension zu einer einzigartigen Zukunftsvision.

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  2. Raymond Roussel

    Neue Impressionen aus Afrika

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    Siebzehn Jahre vergehen vom ersten Entwurf bis zur Publikation der Neuen Impressionen aus Afrika, dem letzten zu Lebzeiten erschienenen Werk Raymond Roussels. Es ist zugleich sein rätselhaftestes: ein optisches Dispositiv, eine Sprachmaschine zur Vermessung jenes Raums, der das Sichtbare vom Sagbaren trennt.

    In vier Gesängen setzt Roussel immer wieder zu einer Beschreibung der Dinge an, nur um sich von ihnen sogleich durch ein labyrinthisches System von Parenthesen, Aufzählungen und Analogien zu entfernen. Dabei wandelt sich seine Sprache auf der Suche nach der unmöglichen Identität in „eine Art von Wörterbuch, das sich mit dem Reim der Dinge beschäftigt: Fundgrube aller Dinge, die man nach den Regeln einer ontologischen Metrik zusammentragen könnte, um die Poesie ihres Seins aufzuschreiben.“ (Michel Foucault)

    Dieser klassische Text der Moderne liegt hier in der Prosaübersetzung Hanns Grössels vor, ergänzt um zahlreiche Beiträge, die die Geschichte des Werks und seinen Einfluss auf Literatur, Kunst und Architektur erkunden.

    Herausgeber: Maximilian Gilleßen, Anton Stuckardt
    Übersetzung der NIA: Hanns Grössel
    Übersetzung der Sekundärtexte: Maximilian Gilleßen
    Gestaltung: Anton Stuckardt
    ISBN 978-3-945421-03-1
    22 euro

    Siebzehn Jahre vergehen vom ersten Entwurf bis zur Publikation der Neuen Impressionen aus Afrika, dem letzten zu Lebzeiten erschienenen Werk Raymond Roussels. Es ist zugleich sein rätselhaftestes: ein optisches Dispositiv, eine Sprachmaschine zur Vermessung jenes Raums, der das Sichtbare vom Sagbaren trennt.

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  3. Raymond Roussel

    Die Allee der Leuchtkäfer / Flio

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    Die Publikationsgeschichte von Raymond Roussels posthumem Werk sollte derselben Logik des Zufalls und des Geheimnisses gehorchen wie sein Leben. Vom Ausbruch des Ersten Weltkrieges unterbrochen und lange verloren geglaubt, fand sich das Romanfragment Die Allee der Leuchtkäfer schließlich fünfundsiebzig Jahre später im zufällig entdeckten Nachlass, der seit Roussels Tod unbemerkt im Dachstuhl eines Pariser Möbellagers deponiert gewesen war.

    Nicht weniger außergewöhnlich als seine Entdeckung ist das Romanfragment selbst. Roussel versetzt uns an die festlich gedeckte Tafel Friedrichs des Großen, der die Sommernächte von Sanssouci mit den brillantesten Köpfen Frankreichs verbringt. Ein unveröffentlichtes Kapitel aus Voltaires Candide, die wundersamen Erfindungen Lavoisiers, die Erzählungen der geschäftstüchtigen Fährmänner des Ebro, das hauchdünne Ikarusleinen und ein erstaunliches Haarwuchsmittel verschmelzen im flimmernden Schein der umherschwirrenden Leuchtkäfer zu einer „karnevalesken Vision der Welt und des menschlichen Tuns“ (Patrick Besnier).

    In Flio, einer Erzählung, die erstmals von Michel Leiris veröffentlicht wurde, kehrt Roussel zur melancholischen Stimmung von Locus Solus zurück. Eine Afrika-Expedition führt uns zuletzt an die Küste der Bretagne, wo ein junges Mädchen auf fatale Weise ihrer Lust an der Lektüre und einem Übermaß erotischer Reize erliegt. Die tastende, immer wieder neu ansetzende Bewegung dieses unvollendeten Textes erlaubt einen einzigartigen Einblick in Roussels Arbeitsweise.

    Übersetzung:
    Maximilian Gilleßen
    Gestaltung:
    Anton Stuckardt
    130 mm x 200 mm
    144 Seiten
    18 euro
    ISBN 978-3-945421-02-4

    Die Publikationsgeschichte von Raymond Roussels posthumem Werk sollte derselben Logik des Zufalls und des Geheimnisses gehorchen wie sein Leben. Vom Ausbruch des Ersten Weltkrieges unterbrochen und lange verloren geglaubt, fand sich das Romanfragment Die Allee der Leuchtkäfer schließlich fünfundsiebzig Jahre später im zufällig entdeckten Nachlass, der seit Roussels Tod unbemerkt im Dachstuhl eines Pariser Möbellagers deponiert gewesen war.

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  4. Jean-Pierre Brisset

    Jean-Pierre Brisset, Fürst der Denker. Eine Dokumentation

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    „Eines Tages, dachte ich, wäre es amüsant, mit ein wenig Geld Brisset neu herauszugeben.“
    Marcel Duchamp in einem Brief an Raymond Queneau vom 05.01.1937

    Er war Patissier und Soldat, Erfinder und Sprachlehrer, Aufsichtskommissar der staatlichen Eisenbahn und siebter Engel der Apokalypse. Doch der Nachwelt wurde Jean-Pierre Brisset (1837-1919) als Schöpfer eines in vierzigjähriger Arbeit entstandenen linguistischen Werkes bekannt, dessen „Phantasiedelirium“ (Marcel Duchamp) und „Humor großen Stils“ (André Breton) die französische Avantgarde tiefgreifend beeinflussen sollte

    In immer neuen Umkehrungen, Kontraktionen und permutativen Vervielfältigungen der französischen Sprache bis auf die Ebene einzelner Silben und Laute hinab versuchte Brisset mittels eines komplexen Systems von Homophonien eine neue Kosmogonie aus dem Geist der Linguistik zu errichten: Der Mensch ist aus dem Frosch hervorgegangen, die Analyse der Sprache beweist es.

    Für diese Leistung wurde Brisset von Jules Romains, Max Jacob, Apollinaire und Stefan Zweig zum „Fürsten der Denker“ gekrönt. Sie feierten damit nicht nur einen genialen Außenseiter und Visionär der Sprache, sondern auch einen Vorläufer des Dadaismus und der Lautpoesie, des Surrealismus und der 'Pataphysik.

    Der monographisch angelegte Band vereint eine repräsentative Auswahl von Texten Brissets mit einer ausführlichen Einleitung in Leben und Werk, zeitgeschichtlichen Dokumenten sowie Essays von Marc Décimo und Michel Foucault

    Übersetzung:
    Maximilian Gilleßen
    Gestaltung:
    Anton Stuckardt
    130 mm x 200 mm
    384 Seiten
    25 euro
    ISBN 978-3-945421-01-7

    „Eines Tages, dachte ich, wäre es amüsant, mit ein wenig Geld Brisset neu herauszugeben.“
    Marcel Duchamp in einem Brief an Raymond Queneau vom 05.01.1937

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  5. Raymond Roussel

    Chiquenaude und andere Texte aus früher Jugend

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    „Keines meiner Werke befriedigte mich außer Chiquenaude“, erklärte Raymond Roussel in seinem 1935 posthum erschienenen Werk Wie ich einige meiner Bücher geschrieben habe rückblickend auf seine schriftstellerischen Anfänge.

    Diese im symbolischen Jahr 1900 veröffentlichte Erzählung liegt nun mit sieben weiteren Texten aus Roussels Jugendzeit erstmals in deutscher Übersetzung vor. Es handelt sich um so heitere wie zugleich doppelbödige Prosaminiaturen, die nach Roussels schwerer psychischer Krise von 1897 entstanden sind und die von seiner intensiven Suche nach neuen Möglichkeiten des Schreibens zeugen. In ihnen bringt Roussel zum ersten Mal sein später berühmt gewordenes 'Verfahren' zur Anwendung, eine Schreibtechnik, die aus der minimalen Differenz zweier fast gleichlautender Sätze, die Anfang und Ende einer Erzählung bilden, deren Handlung entwickelt.

    Eine Fallstudie des Psychiaters Pierre Janet sowie ein Nachwort und eine Chronik erlauben es, sich mit dem Dichter, Schriftsteller, Millionär, Schachtheoretiker und Weltreisenden Raymond Roussel vertraut zu machen, dessen Einfluss auf die moderne Literatur und bildende Kunst gar nicht überschätzt werden kann.

    Übersetzung:
    Maximilian Gilleßen
    Gestaltung:
    Anton Stuckardt
    130 mm x 200 mm
    112 Seiten
    16 euro
    ISBN 978-3-945421-00-0

    „Keines meiner Werke befriedigte mich außer Chiquenaude“, erklärte Raymond Roussel in seinem 1935 posthum erschienenen Werk Wie ich einige meiner Bücher geschrieben habe rückblickend auf seine schriftstellerischen Anfänge.

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